Beweglichkeit
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Der Bootcamper Blog

Benis Beweglichkeits├╝bungen nach dem Training

In diesem Blog-Artikel erläutert unser Chef-Ausbildner Beni Bachmann, wieso die Hüftmobilität so wichtig ist und wie du sie verbessern kannst.

Warum sollte man seine Hüftmobilität verbessern? Die Antwort ist einfach. Die Hüftfunktion der heutigen Bevölkerung ist schlecht! Warum? 

Schuld sind unsere guten Freunde, der Schreibtisch, das Auto und das Sofa. In der heutigen Welt verbringen die Meisten von uns viel Zeit des wachen Tages in sitzender Position. Nach einer Statistik aus Grossbritannien verbringen unter-30-Jährige 7 Stunden pro Tag sitzend.  Dies ist eine immense Zeitmenge, wenn man bedenkt, dass wir nochmals einen Drittel des Tages im Bett liegen.

Warum aber sind die Hüften so wichtig?

Sorgt man sich normalerweise nicht mehr um den Rücken? Genau da liegt der entscheidende Punkt. Der Körper ist ein Experte im Ausgleich von schlechten Bewegungsmustern. Fehlende Mobilität im einen Teil unseres Körpers kompensiert er einfach in einem anderen Teil. 

Unser häufiges Sitzen schwächt die Gesässmuskulatur und verkürzt die Hüftbeuger. Dadurch entsteht eine Hüftposition, welche genau dem Gegenteil einer „natürlich Position“ entspricht.  Unser unterer Rücken, die Lendenwirbelsäule, ist nicht dazu gemacht, sich zu beugen und zu strecken. Er ist vielmehr dafür zuständig, eine stabile Weiterleitung der in den Hüften generierten Energie sicherzustellen. Wer jedoch über eine schlechte Hüftmobilität verfügt, verliert die Fähigkeit der Hüften, sich zu beugen und zu strecken, so dass der Körper kompensiert und den Rücken dazu benutzt.

Das war nicht immer so. Jedes gesunde Kleinkind bewegt sich intuitiv so, dass die Hüften richtig eingesetzt werden und der Rücken die Energie stabil weiterleitet.  Aussagen wie „ich war schon immer so unbeweglich“ stimmen so gesehen nicht. Entsprechend geht es bei der Verbesserung der Hüftmobilität auch nicht darum, neue Bewegungen zu erlernen, sondern darum, eine bessere Voraussetzung für das Wiedererwerben natürlicher Bewegungsmuster zu schaffen.

Und das geht eigentlich ganz einfach. Alles was du dazu brauchst, ist etwas Bodenfläche und eine Fitnessmatte. Allerdings gilt es auch zu sagen: Es ist eine Sache, eine bessere Beweglichkeit zu erlangen. Es ist eine andere Sache, diese dann auch zu erhalten. Sobald die Mobilität wieder hergestellt ist, solltest du mit den Übungen unbedingt weiterfahren, ansonsten beginnt der Degenerationsprozess durch das Sitzen wieder von vorne.

Diese drei Übungen, die wir dir im nachfolgenden Video vorstellen sind ein guter Anfang und zielen auf die Beweglichkeit der Hüftbeuger und Gesässmukulatur  ab. Um den langen Sitzstunden entgegenzuwirken, sollten diese Übungen mindestens 5x pro Woche gemacht werden.

Folgende drei Punkte sind dabei zu beachten:

1. Nicht zu stark in den Schmerz gehen! Die Positionen sollten möglichst entspannt gehalten werden können.

2. Auf eine tiefe und ruhige Atmung achten.

3. Jede Position mindestens 2 Min. halten und dabei versuchen, immer weiter darin einzusinken.

Wer möchte kann auch zwei bis drei Durchgänge bis zu 2x täglich davon absolvieren.
Anfänglich kann ein Muskelkater entstehen. In diesem Fall einfach einen Tag auslassen, genug Flüssigkeit zu sich nehmen und dann wieder einsetzen.